Lange, lange ist es her, da spielte ich mit Puppen.
Wenn man
die fünfzig überschritten hat, ist es wirklich lange her. Ein
Puppenkind habe ich aber heute noch.
Einen Teddy
hatte ich nicht, jedenfalls kann ich mich daran nicht erinnern.
Vielleicht hat mich
deswegen
das Bärenfieber so gepackt- denn seien wir einmal ehrlich: Was ist
schon eine Kindheit ohne den geliebten, zerschmusten Teddy?
Schon als
Kind habe ich für meine Puppenkinder Kleidung gehäkelt und
gestrickt, später habe ich meine Garderobe entworfen und genäht,
noch später für meine Kinder. Selbst mein Mann musste dran glauben.
Kreativ war ich also schon immer – die Basis für die nächste Etappe
meines Schaffens.
Dann kamen
die Enkelkinder und damit die Überzeugung, dass es ihnen nicht so
gehen sollte wie mir! Jedes Kind braucht einen Teddy! Da mich kein
Teddy aus den Regalen der Kaufhäuser überzeugte, habe ich
angefangen, Bären zu entwerfen und zu nähen. Viele Blätter wanderten
in den Papierkorb, Schnittmuster wurden verworfen, bis ich zufrieden
war. Dabei entstanden immer neue Ideen für weitere Bären, die längst
nicht mehr (nur) für Kinder gedacht waren- denn was ist schon ein
Mensch ohne einen Teddy?
Das
Ergebnis können Sie in meiner Galerie anschauen - Bären mit kurzen
oder langen Beinen, kurzen oder langen Armen, verschmitzt grinsend
oder nachdenklich – allen jedoch gemeinsam: Immer wieder ein Unikat!
Das muss
reichen: In meinem Kopf entsteht gerade das Bild für einen neuen
Teddy – Sie sehen, ich habe zu tun...
Ich bin
also ein hoffnungsloser Fall, was die Bären angeht. Früher zog ich
meine Kinder groß, heute sind es meine Bären. Zugegeben, die Teddys
sind artiger, aber beschweren will ich mich nicht.